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Die 12-jährige Ofelia reist 1944 mit ihrer schwangeren Mutter in den Norden Spaniens. Ihr Stiefvater, der sadistische General Vidal, soll dort nach Francos Sieg im Bürgerkrieg die noch verbliebenen Rebellennester ausräuchern. In diesem unmenschlichen Szenario beginnt die Grenze zwischen Realität und Traum zu verschwimmen. Eine Fee eröffnet Ofelia eine Traumwelt voller Wunder und führt sie ins Labyrinth des Fauns. Dieser erzählt dem Mädchen, dass es die verschollene Prinzessin dieses Reiches sei, doch zum Beweis ihrer Abstammung müsse sie drei Aufgaben bewältigen. Ofelia erkennt dabei, dass auch dieses surreale Paradies durchaus tödlich sein kann. Während Traum und Wirklichkeit sich immer mehr vermischen, erkennt Ofelia, dass das Erreichen ihres Ziels entscheidend für das Leben ihrer Familie sein wird, auch wenn es ihren eigenen Tod bedeuten könnte.
Guillermo del Toro (CRONOS, THE DEVIL'S BACKBONE) hat mit diesem Film ein visuell opulentes Epos geschaffen. Doch anders als in Walt Disneys Zuckerguss-Zauberwelten ist PANS LABYRINTH in seiner Schönheit geheimnisvoller, und man sollte sich vor dem fürchten, was im Zauberwald verborgen sein könnte. Der Film dient aber nicht nur zur Darstellung der neuesten auf dem Markt erhältlichen Tricktechnik; vielmehr ist er als Parabel zur Verarbeitung dieser düsteren Epoche Spaniens zu verstehen. Genau wie Picasso mit Guernica erzeugt del Toro einen Bilderbogen voller Symbole und Allegorien, durch den bestimmt nicht nur Freudianer zum Nachdenken angeregt werden. Dieses trotz der teilweise expliziten Darstellung von Gewalt wunderschöne, dunkle Märchen für Erwachsene ist zweifelsohne eines der filmischen Highlights der letzten Jahre.Quelle:Studienkreis Kinofilm
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